Die Kaffeemaschine
Die Kaffeemaschine dient zur Herstellung von Kaffee. Bei der Herstellung von Kaffee durch die Kaffeemaschine werden gemahlene Kaffeebohnen mit heißem Wasser extrahiert und filtriert. Zum Filtern werden meistens Kaffeefilter oder Kaffeepads verwendet. Heutzutage benutzen die meisten Menschen eine Filterkaffeemaschine, den Kaffeevollautomat oder auch eine Espressomaschine.
Wie die Kaffeemaschine funktioniert
Das Wasser, das in den Tank gefüllt wird, läuft durch ein eingebautes Rückschlagventil in ein beheizbares Rohr. Schaltet man den Hauptknopf der Kaffeemaschine an, wird das Rohr, und somit auch das Wasser, erhitzt. Das Rückschlagventil schließt sich, wenn genug Druck durch den Dampf des heißen Wassers erzeugt wird. Das kochende Wasser wird nun durch ein zweites Rohr in ein meist schwenkbares Rohr nach oben über den Filter versetzt. Der Dampf lässt nach und öffnet so das Rückschlagventil und der Prozess wird wiederholt.
Die Geschichte der Kaffeemaschine
Bevor die erste Kaffeemaschine erfunden wurde, mussten geröstete oder gemahlene Kaffeebohnen mit heißem Wasser in einem Topf oder einer Pfanne gemischt und abgedeckt werden. Ab dem 19. Jahrhundert war es üblich, gemahlene Kaffeebohnen ins kochende Wasser zu rühren und das Gemisch so lange zu kochen, bis es „richtig“ roch.
Wer genau die erste Kaffeemaschine erfunden hat, ist bis heute unklar, jedoch gibt es halbautomatische Kaffeemaschinen schon seit etwa 200 Jahren. Vor dem 20. Jahrhundert wurden Kaffeemaschinen mit Spiritus betrieben. Die einfache Bevölkerung konnte sich in der Regel aber kein solches Gerät leisten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kaffeemschinen verbreitet und nun auch erschwinglich. Seit den 1970er Jahren wird das oben genannte System erfolgreich verwendet.
Die verschiedenen Arten einer Kaffeemaschine
Kranenkanne – Die Kranenkanne war ein Vorgänger der „modernen“ Kaffeemaschine und funktionierte ohne Filter. Sie ist birnenförmig und besitzt einen kleinen Hahn um den Kaffee herauszulassen.
Presstempelkanne – Bei der Presstempelkanne wird das Wasser auf das Kaffeepulver gegossen. Nach etwa 3 bis 5 Minuten wird der Kolben hinuntergedrückt. Je weniger die Ziehdauer, desto stärker das Aroma.
Kaffeefilter – Kaffeefilter bestanden damals oft aus Stoff, Metall und Porzellan. Der erste Papierkaffeefilter wurde 1908 von Melitta Bentz erfunden (der Melitta-Konzern stellt noch heute Kaffeefilter her).
Perkolator – Beim Perkolator wird das Wasser auf einem Herd erhitzt und steigt durch einen Innenzylinder auf. Diese Methode wird auch heute noch häufig in Amerika verwendet, wo die Filtermethode nicht sehr bekannt ist.
Vakuumbereiter – Der Vakuumbereiter ist eine Weiterentwicklung der Perkolatoren. Zwei Glasgefäße werden übereinander verbunden, wobei das untere mit Wasser und das obere mit Kaffeepulver gefüllt wird. Das kochende Wasser steigt auf und vermischt sich so mit dem Kaffeepulver. Hinterher löscht man die Herdflamme damit sich die Luft abkühlt und ein Vakuum entsteht. Das mit dem Wasser vermengte Kaffeepulver wird durch einen Filter wieder nach unten gezogen und kann serviert werden.
Dampfdruckmaschine – Die Dampfdruckmaschine drückt durch den eigenen Dampfdruck kochendes Wasser durch ein Sieb, das mit Kaffeepulver gefüllt ist. Diese Art des Kaffeekochens war in den 1980er Jahren in Deutschland beliebt.
Portionskaffeemaschine – Die modernste Art des Kaffeekochens gibt es seit den späten 90er Jahren. Kaffeepulver wird nun in sogenannten „Pads“ in eine Haltevorrichtung gelegt und gefiltert.
Wie man eine Kaffeemschine benutzt
Legen Sie einen Kaffeefilter in den Filterkorb. Weiße oder natürlich gebleichte Filter sind dabei empfohlen. Verwenden Sie Markenfilter, denn gemahlener Kaffee verstopft „billige“ Filter häufig.
Geben Sie 2 Esslöffel Kaffeepulver für 150ml Wasser in den eingesetzten Filter.
Gießen Sie Wasser in den hinteren Teil Ihrer Kaffeemaschine (Vorsicht, Neubenutzer – es kommt oft vor, dass man das Wasser versehentlich in den vorderen Teil gießt)
Schalten Sie die Kaffeemschine an und warten Sie, bis der Kaffee ganz gekocht ist. Die Kaffeemschine schaltet sich selbst ab. Entsorgen Sie den Filter sofort.
Wie man eine Kaffeemschine reinigt
Mischen Sie ein Drittel Essig mit zwei Dritteln Wasser (sollten Sie eine stärkere Lösung benötigen, verwenden Sie mehr Essig und weniger Wasser).
Legen Sie wie üblich einen Filter in den vorderen Teil der Kaffeemaschine
Gießen Sie die Mischung in den hinteren Teil der Kaffeemaschine, wo normalerweise das Wasser hineingegossen wird.
Schalten Sie die Kaffeemschine and und lassen Sie die Mischung komplett durchlaufen.
Entsorgen Sie den Kaffeefilter samt Inhalt.
Lassen Sie die Kaffeemaschine 15 Minuten lang abkühlen und waschen Sie hinterher die Kaffeekanne
Für diejenigen, die nicht ihre Kaffeemaschine nicht mit Essig reinigen wollen: Lösen Sie zwei Reinigungstabletten für Zahnersatz in Wasser auf. Füllen Sie Ihre Kaffeekanne mit Wasser und wiederholen Sie die oben genannten Schritte (Lösen Sie die Reinigungstabletten nicht im Wasser der Kaffeekanne auf, denn unaufgelöste Tabletten machen es schwer, die Kaffeemaschine hinterher zu säubern.)
Interessante Fakten über Kaffee
Die Kaffeebohne ist eine Frucht
Es gibt zwei Arten von Kaffeebohnen. Sie heissen „Arabica“ und „Robusta“. Robusta-Kaffeebohnen sind weniger geschmackvoll, da sie auf tiefer Hoehe wachsen. Arabica-Kaffeebohnen wachsen auf größeren Höhen und haben daher eine viel bessere Qualität.
Die größte „Tasse“ Kaffee (7600 Liter) stammt aus Las Vegas.
Ein Kaffeebaum produziert nur 500 Gramm Kaffeebohnen pro Jahr
Ludwig van Beethoven zählte vor dem Kaffeetrinken seine Kaffeebohnen. Es mussten stets 60 sein.
Kaffee wird nicht nur als Getränk sondern auch als Düngemittel und „Feuchtigkeitscreme“ verwendet.
Ein Büro mit 20 Mitarbeitern trinkt täglich etwa 62 Tassen Kaffee
Kaffee wurde ursprünglich gegessen. Afrikanische Stämme mischten Kaffeebohnen mit Fett, um aus ihnen „Energiebällchen“ zu machen.
Im Jahre 1675 ließ der englische König alle Kaffeehäuser schließen. Seine Begründung war, dass Leute sich in Kaffeehäusern trafen, um sich gegen ihn zu verschwören.
70% aller Kaffeetrinker trinken den milderen Arabica-Kaffee. 30% trinken den bitteren Robusta-Kaffee, der 50% mehr Koffein beinhaltet.